16. April 2024

Warcraft-Regisseur John Hight hätte gerne mehr Warcraft-Filme, will sie aber nicht selbst machen.

In einem Interview spricht er über mögliche Kollaborationen und wie der Entwickler World of Warcraft sieht.

In einem Interview mit IGN auf der letzten Game Developers Conference verriet Hight sein Interesse an weiteren Warcraft-Filmen. Der erste, Warcraft: The Beginning, kam 2016 heraus und erntete gemischte Reaktionen: von uns erhielt der Film eine ordentliche 7, aber es handelte sich wirklich um „einen Film für Gamer“. Eine Fortsetzung ist daher willkommen, auch wenn Hight betont, dass Blizzard nicht selbst in die Filmindustrie einsteigen sollte. „Wir machen Spiele und ich denke, Spiele werden immer unser Kern sein, also wird sich Warcraft darum drehen“, berichtet er. „Ich möchte nicht in die Falle tappen: ‚Ich werde jetzt ein Filmemacher‘. Ich denke: Überlassen Sie das den Leuten, die wirklich wissen, was sie tun.“

Überlassen Sie das den Leuten, die wirklich wissen, was sie tun

Hight ist der Meinung, dass sich manche Entwickler zu sehr von Filmen hinreißen lassen und sich deshalb nicht genug auf Experten verlassen. Sie versuchen, ihre Serien als Sprungbrett in die Filmindustrie zu nutzen, und verfehlen dabei ihr Ziel. „Es gibt so viele Profis, die das schon so lange machen“, sagt der Regisseur. „Deshalb denke ich, dass es der richtige Ansatz ist, Partner zu finden.“

Außerdem hält Hight es für eine gute Idee, auch andere Entwickler Spiele in der Warcraft-Franchise entwickeln zu lassen, wenn es Blizzard gelingt, geeignete Partner dafür zu finden. Dafür hat er eine ganze Reihe von Voraussetzungen: Ein Partner sollte Warcraft wirklich verstehen, es auf interessante Weise interpretieren und der Welt gerecht werden. Außerdem sollte er sich in einem Genre auskennen, von dem Blizzard selbst wenig Ahnung hat. Hight räumt ein, dass dies nur wenige Optionen zulässt, aber er möchte, dass „Warcraft ein bisschen mehr herauskommt, als es jetzt der Fall ist“.

Zu Blizzards aktuellen Plänen für Warcraft sagt Hight, dass das Hauptaugenmerk des Entwicklers darauf liegt, die bestehende Community zu befriedigen und abtrünnige Spieler zu ermutigen, das Spiel wieder in die Hand zu nehmen. Schließlich, so Hight in seiner Rede auf der GDC, geht es am Ende um die Community.

Aus diesem Grund tut Blizzard sein Bestes, um den Spielern auch zwischen den großen Erweiterungen neue Inhalte zu bieten, damit es immer etwas zu tun gibt. Im Vorgriff auf die Worldsoul Saga können die Spieler zum Beispiel Plunderstorm spielen, einen bizarren Battle-Royale-Modus mit Piratencharakter. Tatsächlich möchte Hight solche Aktivitäten immer im Hinterkopf haben, damit der Entwickler sofort ein Event organisieren kann, wenn Blizzard merkt, dass die Spieler Lust auf etwas Neues haben.

In demselben Interview sprach Hight auch die Rolle der KI im Entwicklungsprozess an. Dazu sagte er, dass maschinelles Lernen keinesfalls Künstler ersetzen sollte, sondern eine unterstützende Rolle spielen kann.

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