In Super Mario Maker 2 verschwinden derzeit hunderte Nutzerlevel von den Servern. Was zunächst nach einem technischen Problem aussah, hat eine konkrete Ursache – und die trifft eine aktive Community besonders hart.
Über 1.000 Level weg, kaum Erklärungen
Spieler berichten seit Kurzem von plötzlich nicht mehr erreichbaren Kursen, leeren Profilseiten und verschwundenen Favoriten. Die Dimension ist auffällig: Berichte sprechen von über 1.000 entfernten Level innerhalb kurzer Zeit. Nintendo äußert sich bislang nur allgemein zu Richtlinienverstößen, ohne konkrete Zahlen oder Auswahlkriterien zu nennen. Diese Zurückhaltung heizt die Spekulationen in der Community weiter an.
Der eigentliche Grund: Nintendo wertet Community-Tags als Werbung
Inzwischen zeichnet sich ab, worum es geht. Nintendo entfernt Level mit der Begründung, sie enthielten Werbung. Besonders betroffen sind Kurse, die Hashtags wie #TS oder #TeamShell tragen – Kennzeichnungen einer Community, die sich über einen Discord-Server organisiert und dort selbst erstellte Level teilt. Offenbar interpretiert Nintendo diese Verweise als werbliche Inhalte, obwohl kein erkennbarer kommerzieller Zweck dahintersteckt.
Besonders bitter: Viele der gelöschten Level waren seit Jahren online verfügbar, obwohl Super Mario Maker 2 seit 2024 keine inhaltlichen Updates mehr erhält. Die Maßnahme trifft damit Inhalte, die über lange Zeit unbeanstandet blieben.
Community-Verdacht rund um einen bekannten Regelbrecher
In Spielerkreisen kursiert zudem die Annahme, dass ein Nutzer namens MT94 gezielt Meldungen gegen bestimmte Level eingereicht hat und damit zur Löschwelle beigetragen haben könnte. Eine offizielle Bestätigung existiert nicht, und ob solche Reports tatsächlich ursächlich für die Entfernungen waren, bleibt unklar. Die fehlende Transparenz seitens Nintendo lässt jedoch Raum für genau solche Spekulationen.
Keine Wiederherstellung möglich
Was die Situation für betroffene Ersteller besonders frustrierend macht: Entfernte Level lassen sich nicht wiederherstellen. Selbst überarbeitete Versionen können nach einer Löschung nicht erneut veröffentlicht werden. Wer jahrelang Arbeit in seine Kurse gesteckt hat, steht damit vor einem endgültigen Verlust – ohne detaillierte Erklärung und ohne Einspruchsmöglichkeit.
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